Sonntag, 28. Mai 2017

Niemand wird sie finden (Caleb Roehrig)



Titel: Niemand wird sie finden
Autor: Caleb Roehrig
Preis: € 14,99 [D]
Einband: broschiert
Seitenanzahl: 416
Verlag: cbj
Reihe: -
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Meine Wertung: 3,5-4 Herzchen
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Inhalt 
Flynns Freundin January ist verschwunden. Die Polizei vermutet ein Verbrechen und stellt Fragen, die Flynn nicht beantworten kann. Alle Augen sind auf ihn gerichtet, schließlich war – ist – er ihr Freund und sie waren in der Nacht vor ihrem Verschwinden zusammen … Ein grausamer Mord scheint die naheliegende Erklärung zu sein. Doch die Aussagen von Mitschülern und Freunden zeichnen ein völlig fremdes Bild von dem Mädchen, das Flynn so gut zu kennen glaubte. Er muss herausfinden, was mit January geschehen ist, ohne dabei zu verraten, dass er ebenfalls ein Geheimnis hat. Vor seinen Eltern. Vor seinen Freunden. Und vor allem vor sich selbst …

Meine Meinung 
Ich habe schon lange keinen Krimi mehr gelesen und da der Klappentext und die ersten Seiten der Leseprobe mich angesprochen haben, musste ich dieses Buch natürlich lesen. Das Cover gefällt mir sehr gut, da es die unheimliche Stimmung des Buches einfängt und diese besondere Gestaltung ein echter Blickfänger im Bücherregal ist.
Die Handlung beginnt mit dem Tag, an dem unser Protagonist Flynn von Januarys Verschwinden erfährt. Flynn war ein sehr sympathischer Protagonist uns sehr authentisch gestaltet, auch wenn ich ihn seiner Gedankenwelt und seines Handelns eher in die Sparte 16/17-jähriger eingeteilt hätte- unser Protagonist ist allerdings erst süße 15 Jahre alt. Auch wenn ich ein Mädchen bin, konnte ich mich gut in seine Lage versetzen, da Flynn Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen ausführlich aber keineswegs langweilig beschrieben werden.
January lernt man nur über Flynn Erinnerungen bzw. über die Erzählungen anderer kennen und ich habe es ziemlich schwer gefunden sie einzuschätzen. Zu einem war sie ein verzweifelter Teeanger, der versucht aus seinem goldenen Käfig auszubrechen, andererseits eine Lügnerin und hinterhältige *hier  ein beliebiges böses Schimpfwort einfügen*. Deshalb stand ich ihr Zwiespalten gegenüber. Die anderen Charaktere wie Flynns Eltern, sein bester Freund, und weiter Klassenkameraden und andere Bekannte von January, die der Protagonist im Laufe der Handlung kennenlernt, waren gut beschrieben.
Die Geschichte entwickelt sich in einem perfekten Tempo: es bleibt genug »Zeit« für eigene Spekulationen, jedoch geht es auch rasant voran, dass es sich nie zieht oder langweilig wird. Die Mittel, mit denen der Autor Spannung aufbaut, sind simpel, aber sehr effektiv. Der Schreibstil war sehr flüssig und angenehm zu lesen, sodass ich schnell über die Seiten geflogen bin und das Buch nicht aus den Händen legen konnte/wollte. Die Auflösung war nicht vorhersehbar und auch im Allgemeinen war die Handlung, bis auf einen Punkt nicht vorhersehbar. Dieser Punkt ist... 

*ACHTUNG SPOILER!* Die LGBTQ Geschichte. Das Flynn schwul ist ist, war schon sehr früh offensichtlich, hier hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht. Das Outing war auch realistisch geschildert, die Liebesgeschichte jedoch hat sich an manchen Stellen VIEL ZU SCHNELL und unrealistisch entwickelt. Sodass dieser Punkt der Bewertung  leider sehr runterzieht (bei Liebesgeschichten bin ich mittlerweile etwas pingelig geworden)*SPOILER ENDE!*

Das Ende hat die Geschichte schön abgerundet und einem viel Raum für die eigenen Vorstellungskraft gegeben. Vielleicht wird es ja mal eine Fortsetzung geben?

Fazit
Ein toller Debütroman, der mir trotz einiger Schwächen richtig gut gefallen hat. Vor allem für etwas jüngere Leser (14-18) ist dieses Buch ein richtig guter Jugendkrimi und ich kann dieses Buch nur empfehlen, da es sehr spannend ist und man es ist einem Rutsch durchlesen MUSS!
3,5-4 / 5 Herzchen


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom cbt-Verlag als Rezensionsexemplar zugesendet. Vielen Dank nochmals dafür!

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